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Patera der Phrixos Gruppe

Apulisch, 3. Viertel 4. Jh. v. Chr.
Schwarz gefirnisster Ton, weiße und gelbe Deckfarbe.
H 14,7 cm B 37,3 cm

Rotfigurige, weit ausladende, sogenannte Hochzeitsschale auf Standfuß mit zwei sich gegenüberliegenden Henkeln. Auf den Henkeln sowie rechts und links der Henkel je ein mit gelben Punkten verzierter, kegelförmiger Knopf.     

Im Inneren ein Kranz aus Weinblättern. Im Tondo auf einem Band mit Wellenmuster eine nach links laufende Frau im langen Chiton. In ihrer rechten Hand hält sie eine Weintraube und in ihrer linken eine Schale mit Hochzeitsgaben. Sie trägt weiße Sandalen, Armreifen, eine Perlenkette und Perlenohrringe. Ihr Haar hat sie am Oberkopf mit einem weißen Band zusammengebunden, darauf trägt sie eine mit weißen Strichen verzierte, offene Haube. Sie dreht sich zu einem hinter ihr laufenden jungen Mann in weißen Sandalen und Haarband um. Er hat eine Chlamys bauschig um seinen linken Arm gebunden und hält einen Stab in der verdeckten Hand. In seiner rechten Hand hält er eine Situla. Darüber eine Rosette und darunter eine Pflanze.

Auf der äußeren Wandung ein umlaufendes Mäandermuster und unter den Henkeln Palmetten und Rosetten. Auf einer Seite sitzt ein, bis auf weiße Sandalen, unbekleideter junger Mann auf erhöhtem Grund auf seiner Chlamys. In seiner linken Hand hält er einen Thyrsosstab und in der Rechten eine Phiale. Sein Haar hat er mit einem weißen Band zusammengebunden. Ihm gegenüber steht eine junge Frau im langen Chiton und in Sandalen. Ihr Haar hat sie am Oberkopf zusammengebunden, darauf trägt sie eine mit Perlen besetzte offene Haube; außerdem eine Perlenkette und Armreifen. In den Händen hält sie eine Tänie und einen Spiegel. Sie stützt sich auf ihr rechtes Bein, das auf erhöhtem Grund steht. Zwei Rosetten und eine Tänie als Füllelemente.

Auf der anderen Seite eine nach links laufende junge Frau in gleicher Kleidung. Sie hält in ihrer ausgestreckten linken Hand eine Phiale mit Eiern und in der rechten einen Thyrsosstab. Sie dreht sich zu einem hinter ihr laufenden jungen Mann in weißen Sandalen und Haarband um. Er hat eine Chlamys bauschig um seinen linken Arm gebunden und hält einen Stab in der verdeckten Hand. In seiner rechten Hand hält er einen Kranz.

Aus mehreren großen Fragmenten zusammengesetzt; Bruchlinien aufgefüllt und retuschiert.                                        

Publiziert

Galerie Günter Puhze Katalog Kunst der Antike 12, Freiburg im Breisgau 1997, Nr. 212  

Vgl.

E. Paribeni, Aristaios La collezione Giuseppe Sinopoli, Venezia 1995, Nr. 101

The British Museum number: 1824,0501.32                        

Provenienz

Deutsche Privatsammlung H. W. (1931-2018), erworben 1997 auf dem deutschen Kunstmarkt.

Preis
€ 14.000
Objekt
7388